Grundsteinlegung Erweiterungsbau St. Michael-Gymnasium

Die Raumnot hat bald ein Ende
Kölner Stadtanzeiger, Thomas Schmitz, 28.10.10
Der Erweiterungsbau des St.-Michael-Gymnasiums kostet 3,1 Millionen Euro. Ende nächsten Jahres soll er fertig sein. Vier Klassenzimmer, zwei Fachräume, eine Mensa und eine Mehrzweckhalle werden darin untergebracht.
Paul Georg Neft (von links), Alexander Büttner, Projektleiter Walter Henn und Bauplaner Peter Sampels versenkten die Kartusche. (Bild: T. Schmitz)
Paul Georg Neft (von links), Alexander Büttner, Projektleiter Walter Henn und Bauplaner Peter Sampels versenkten die Kartusche. (Bild: T. Schmitz)
Bad Münstereifel - „Ein Wunder ist geschehen." So formulierte es zumindest Paul Georg Neft, Leiter des Münstereifeler St.-Michael-Gymnasiums. Am Donnerstagmittag legte er gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Büttner, dem städtischen Projektleiter Walter Henn und Bauplaner Peter Sampels den Grundstein für den Erweiterungsbau des städtischen Gymnasiums.
„Eine lange Vorgeschichte von 20 Jahren liegt hinter uns, viel konnte man nicht auf dieses Projekt wetten", so Neft in seiner Ansprache. Denn es habe im Vorfeld immense Schwierigkeiten gegeben, was Planung, Finanzierung und Baustellenverwaltung angehe. Zuletzt war es die Stadtmauer, die dem Bau beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Weil der historische Ring nicht mehr standsicher war, musste er mit 72 Bohrpfählen für rund 700.000 Euro gesichert werden. „Zum Glück haben wir nicht auch noch bei den Bauarbeiten eine »Villa rustica« gefunden", scherzte Münstereifels Bürgermeister Büttner.
„Es ist eine traumhafte Vorstellung, dass in einem Jahr nicht jeder Raum bis zur kleinsten Besenkammer mehrfach belegt ist", so Neft weiter. Denn im Moment müssten sich gerade die Schüler, die im Raum über dem Torbogen unterrichtet werden, vorkommen „wie Heringe".
Keine Containerlösung
Bereits 1996 waren Raumprobleme aufgetreten. 2001 konstatierte der Schulentwicklungsplan einen erheblichen Raumbedarf - insgesamt sieben Klassenräume und ein Chemieraum fehlten, hieß es damals. 2007 stellte der Stadtrat endgültig fest, dass eine bauliche Maßnahme unumgänglich sei. Unter anderem brauchte man nun auch eine Schulmensa und eine Sporthalle auf dem technisch aktuellen Stand. Eine Übergangslösung mit zwei Containern wurde aus Platz- und finanziellen Gründen abgelehnt, auch Überlegungen, einen Klassentrakt an der Straße „Auf der Delle" zu realisieren, führten zu keinem Ergebnis.
Dann kam als „Rettung" das Konjunkturpaket II. 3,1 Millionen Euro kostet der Erweiterungsbau im rückwärtigen Bereich des St.-Michael-Gymnasiums. 1,7 Millionen Euro stammen aus dem Konjunkturpaket, weitere 100.000 Euro kommen aus dem 1000-Schulen-Programm des Landes. Die restlichen 1,3 Millionen Euro werden aus dem Stadtsäckel finanziert. „Wegen der desaströsen Finanzsituation der Stadt müssen wir durch diesen Bau auf viele sinnvolle Projekte verzichten", meinte Bürgermeister Alexander Büttner.
Nun wird auf einer Fläche von 1580 Quadratmetern der Erweiterungsbau entstehen. Darin befinden sich eine halb im Boden versenkte, multifunktionale Mehrzweckhalle mit zwei aufgesetzten Stockwerken. Im Erdgeschoss befinden sich ein Chemie- und ein „Jugend forscht"-Raum, im Obergeschoss vier Klassenzimmer und eine Mensa mit Platz für 150 Gäste.





























































