Der Kölner Stadtanzeiger berichtet
Zum Ortskern nur mit hohem Risiko
Kölner Stadtanzeiger (Bericht und Foto von Michael Greuel), 18.01.12
Die CDU wollte zwei stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen am Hardtberg aufstellen lassen. Doch der Kreis lehnte dieses Vorhaben ab. So bleibt es weiterhin gefährlich, wenn die Bewohner die Straße überqueren wollen.
Eine Querungshilfe über die Landesstraße 11, die die Bewohner des Ortsteils „Hardtberg" vom Ortskern trennt, soll das Risiko minimieren. (Bild: Greuel)
Bad Münstereifel-Kirspenich - Laut eines Antrags der CDU-Fraktion an die Stadtverwaltung befindet sich die Siedlung „Hardtberg" im Ortsteil Kirspenich derzeit in einem strukturellen Wandel. Demnach siedeln sich dort vermehrt nicht nur ältere Mitbürger, sondern inzwischen auch junge Familien an. Doch sämtliche Bewohner des „Hardtbergs" haben, so die Christdemokraten, ein Problem: „Die Bewohner dieses Ortsteiles können fußläufig den Ortskern von Arloff-Kirspenich gar nicht oder teils nur mit hohem Risiko erreichen."
So sei die Treppenanlage, die zur Unterführung der Landesstraße 11 (Kirchheimer Straße) an die Erft führe, nicht barrierefrei gestaltet. Treppenstufen und zwei Umlaufgitter würden „für gehbehinderte Menschen und für Kinderwagenbenutzer ein nicht überwindbares Hindernis" bedeuten, heißt es in dem Antrag. Zudem könne die Unterführung zeitweise wegen Hochwassers gar nicht genutzt werden. Die einzige Alternative dazu sei die direkte Überquerung der L 11. Diese stelle jedoch „ein erhebliches Risiko dar", kritisieren die Christdemokraten. Obwohl dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h gelte, würden sowohl Pkw als auch der Schwerlastverkehr diesen Punkt mit „deutlich höheren Geschwindigkeiten" passieren. Dies werde durch mobile Messungen der Polizei eindeutig belegt.
Die CDU-Fraktion fordert in ihrem Antrag daher von der Verwaltung „für diesen Bereich die Grundlagen für das Aufstellen von zwei stationären Radaranlagen und eine Querungshilfe über die L 11 zu schaffen".
Sache des Kreises
Stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen wird es an diesem Standort jedoch vorerst nicht geben, lässt die Verwaltung nun in der Vorlage zum Stadtentwicklungsausschuss wissen. Für die Aufstellung von Radarfallen sei nicht die Stadt, sondern der Kreis zuständig. Eine dementsprechende Anfrage sei von der Behörde allerdings negativ beschieden worden. Als Begründung wurde angeführt, dass es sich bei diesem Standort nicht um eine Unfallhäufungsstelle handele.
„Nach den geltenden Richtlinien für die Einrichtung stationärer Geschwindigkeitsmessanlagen ist daher dort die Errichtung einer stationären Messeinrichtung nicht möglich", heißt es in einem Schreiben an die Stadt. Gleichwohl sicherte die Kreisordnungsbehörde zu, in diesem Bereich zukünftig insbesondere während des Schülerverkehrs vermehrt mobile Messungen durchzuführen.
Bessere Aussichten bestehen bei der geforderten Querungshilfe. Nach Untersuchungen der Verwaltung sei dafür eine Verlegung der Linksabbiegespur in Richtung des Einmündungsbereichs durch den Landesbetrieb Straßenbau notwendig. Zudem müsse die Stadt die vorhandenen Bordsteine am Gehwegende der Hardtburgstraße absenken. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, die notwendigen baulichen Maßnahmen in Angriff zu nehmen.
Laut Münstereifeler Stadtverwaltung geht man davon aus, dass die nötigen Arbeiten für die Querungshilfe noch im ersten Halbjahr dieses Jahres umgesetzt werden können.





























































